10. Februar 2022, online. Wenn sich von einen Tag auf den anderen der Arbeitsalltag verändert, ist gutes Krisenmanagement angesagt. Wie sich in unterschiedlichen Branchen Unternehmen erfolgreich auf die durch die Pandemie bedingt veränderte Arbeitssituation eingestellt haben, berichten Führungskräfte von Lebenshilfe, BKS Bank und Krankenhaus Friesach.

 

Wir können Krisenmanagement

Die Geschäftsführerin der Lebenshilfen Soziale Dienste Susanne Maurer-Aldrian kam in ihrem motivierenden Beitrag zum Schluss: „Wir können Krisenmanagement“. Man habe insgesamt gute Erfahrungen über die verschiedenen Phasen der Pandemie gemacht. Dass die Krise besonders auf Menschen mit Behinderungen massive Auswirkungen gehabt habe und nach wie vor habe, sie auch eine besondere Aufgabe für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewesen. „Wir haben von Anfang an auch die psychische Problematik, die mit dieser Pandemie einher geht, gesehen und konnten gegensteuern. Vor allem Menschen mit Behinderungen verstehen nicht, warum sich ihr Leben von einem Tag auf den anderen komplett verändert. Viele haben kein Gefühl dafür, was gerade passiert. In dieser Situation sind wir gefordert gewesen und sind es nach wie vor, ihnen zur Seite zu stehen und alles so gut wie möglich zu erklären.“

 

Aus dem Alltag zur Systemrelevanz

Auch den Arbeitsalltag in der BKS Bank hat die Corona-Pandemie verändert. „Wir mussten uns plötzlich der Frage stellen, wie wir unser System aufrecht erhalten können. Eine komplexe Situation war auch, dass die Kunden plötzlich nicht mehr unsere Bankstellen besucht haben. Einerseits, weil sie um ihre Sicherheit besorgt waren, andererseits weil sie nur noch dringende Wege erledigt haben“, erklärt Werner Laure, Personalverantwortlicher der BKS Bank. Eine generelle Home-Office-Regelung gab es bei der BKS Bank nie. „Wir haben dort Home-Office eingeführt, wo wir Sorge hatten, dass die kritische Infrastruktur sonst nicht aufrechterhalten werden kann. Die Mitarbeiter waren dann aber auch nicht durchgehend im Home-Office, sondern es wurde alle 14 Tage getauscht.“

 

Ausnahmesituation gut gemeistert

Für das Krankenhaus Friesach war die Pandemie nicht nur ein medizinisches, sondern auch ein Personalproblem. „Ich bin seit 30 Jahren im Gesundheitswesen tätig. Doch die Corona-Pandemie war die erste Pandemie die ich erlebt habe. Und natürlich hat sie auch bei uns alles auf den Kopf gestellt“, erklärt Günther Staber, Verwaltungsdirektor des Deutsch Ordens Krankenhaus Friesach. Da Krankenhäuser aber an Krisensituationen gewohnt sind, konnte die Ausnahmesituation gut gemeistert werden. „Die Kommunikation unter den Krankenhäusern ist sehr gut gelaufen. Zugleich sind jedoch die Belastungen beim Gesundheitspersonal durch Covid extrem gestiegen und wir hatten auch mit Personalausfällen zu kämpfen.“

 

Die Beiträge stammen aus dem Verantwortung zeigen! Impulsnachmittag „Hier und weiter“ vom 10. Februar 2022.