Unternehmensbericht 2010

Integrationsfachdienst autArK

Im modernen Human Resource Management steht der Mensch im Mittelpunkt.
Jeder Mensch hat Stärken, die er, wenn die Rahmenbedingungen stimmen, auch einsetzen kann. Wer auf dieses wichtige und wertvolle "Gut" vergisst, verzichtet auf Innovation, Erfolg und Nachhaltigkeit.

Download Integrationsfachdienst autArK
Unternehmensbericht 2010


Der "Verein autArK Arbeitsassistenz Kärnten" stellt als Integrationsfachdienst in Kärnten eine wichtige Anlauf-, Beratungs- und Clearingstelle für berufsbeeinträchtigte Jugendliche, erwachsene Menschen mit Behinderung, deren Eltern und Angehörige, Schulen, Betriebe, Behörden, Institutionen und viele mehr dar.

In welchen Bereichen wir uns engagieren

Marktbezogene Aktivitäten

Mit seinen Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen erfüllt autArK im Sinne der Bürgerrechte, der Menschenrechte und des Gleichstellungsgesetzes einen gesellschaftlichen Auftrag. Durch die Integration am Arbeitsmarkt sollen Jugendliche bzw. erwachsene Menschen mit Behinderung zu größtmöglicher Selbständigkeit und Unabhängigkeit geführt werden. autArK betreut jährlich etwa 700 Jugendliche und 450 erwachsene Menschen mit Behinderung. Daneben ist auch die öffentliche Hand Auftraggeber und Leistungsempfänger.

Die Leitsätze der täglichen Arbeit spiegeln das Selbstverständnis wieder:

  • Wir begegnen unseren KlientInnen mit Wertschätzung, Offenheit und Einfühlungsvermögen.
  • Lernen ist Wandlung von Fähigkeiten und Fertigkeiten.
  • Jeder Mensch hat Fähigkeiten, die der Gesellschaft dienlich sind. Diese gilt es zu erkennen und in Fertigkeiten umzuwandeln.

Dadurch soll es den KlientInnen ermöglicht werden, größtmögliche Selbständigkeit zu erlangen.

Die gesamte Arbeit von autArK beruht auf dem Prinzip "Wir gehen mit unseren Dienstleistungen zu den Menschen (KundInnen), nicht der Mensch kommt zum Angebot".

In jährlich stattfindenden Leitungsklausuren werden unter anderem die Themen Unternehmenskultur, Qualitätssicherung und Organisationsentwicklung behandelt. autArK beschäftigt eine Mitarbeiterin, die als Qualitätsbeauftragte für das Qualitätsmanagement verantwortlich ist. Über das Leitbild, das im Herbst 2009 fertig gestellt wird, soll das Qualitätsmanagement ISO-orientiert aufgebaut werden.  

So bietet und entwickelt autArK laufend moderne begleitende Dienste und berücksichtigt dabei aktiv den Bedarf an neuen Wohnstrukturen. Mit innovativen Ideen wird die Erreichung der Ziele verfolgt, Qualität und Professionalität stehen stets im Vordergrund.

Neue Wege der Integration
Speziell im Bereich der beruflichen Integration werden von autArK immer wieder aktiv und offensiv neue Konzepte entwickelt und neue Wege beschritten. So ist beispielsweise das "Chancenforum" eine besondere Form der Arbeitskräfteüberlassung. Menschen mit Behinderung werden von autArK angestellt und an Unternehmen überlassen, die einen Mentor stellen und eine Beschäftigung bieten. Die Beschäftigung ist vorerst befristet und erfolgt im Ausmaß von 19 Stunden pro Woche. Es sind dies Beschäftigungen in den Bereichen Hausmeisterei, Küche, Bibliothek etc. am allgemeinen Arbeitsmarkt.

Das seit Oktober 2008 bestehende Behindertenhilfeprojekt Come IN ist ein in ein Klagenfurter Bürohaus integrierter Dienstleistungsbetrieb, der von behinderten Menschen betrieben wird. Die Art der erbrachten Dienstleistungen reicht vom Officebereich (Übungsbüro für Grafik- und Mailanwendungen sowie einfache Büroarbeiten)  über die Raumpflege und Objektbetreuung bis zu einem eigenen Hausbistro, das auch für Externe offen ist. Zudem übernehmen die autArK-KlientenInnen auch Tätigkeiten aus den anderen Büros im Gebäude. Come IN bietet ein adäquates und wohnortnahes Angebot mit professioneller Assistenz für derzeit 36 Menschen mit Behinderung und Arbeitsplätze für 10 MitarbeiterInnen von autArK.
Dieses und andere Projekte sind die Keimzellen der Innovation für autArK, aufgrund der Offenheit der Projekte setzt autArK damit ein wichtiges gesellschaftspolitisches Signal.

Arbeitsmarkt- und wohnortnahe Angebote
Im Sinne neuer Wege versucht autArK verstärkt, mit seinen Angeboten integrativer Teil von Unternehmen am Arbeitsmarkt zu werden. Anstatt behinderte Menschen parallel zum Arbeitsmarkt in eigenen Einrichtungen zu beschäftigen, werden Beschäftigungsmöglichkeiten in bestehenden Einrichtungen und Betrieben geschaffen und die KlientInnen so bestmöglich in den Arbeitsmarkt integriert. Kooperationen gibt es beispielsweise mit dem neuen Tierschutzkompetenzzentrum Klagenfurt bzw. mit einer Tischlerei im Raum Friesach, die in ihrer Werkstätte dauerhaft mehreren beeinträchtigten Menschen Beschäftigung  bietet.
Nicht nur im Lebensbereich Arbeit, sondern auch im Lebensbereich Wohnen setzt autArK auf die Integration von behinderten Menschen, indem beispielsweise begleitete Wohngemeinschaften in Teilen des sozialen Wohnbaus geführt werden. Diese sogenannten "Wohnverbundsysteme" (jeweils 3 - 5 Wohnungen) werden an mehreren Standorten aufgebaut. Ganz nach dem Motto: "Wohnen wie jeder andere auch". 

Beitrag zur Stärkung ländlicher Regionen
Aus den innovativen Ideen des Integrationsfachdienstes entstehen laufend neue Projekte, die auch zur Stärkung des ländlichen Raums beitragen. Denn durch die Schaffung von wohnortnahen Angeboten für Menschen mit Behinderung entstehen zum Teil auch in ländlichen, infrastrukturschwachen Regionen neue Arbeitsplätze.

Engagement für die MitarbeiterInnen

Aufbau eines Gesundheitsvorsorgeprogramms
Seit 2008 wird ein Gesundheitsvorsorgeprogramm aufgebaut. Erste Angebote wie Impfaktionen, Untersuchungen und Burn-out Prävention in Form von Seminaren gibt es bereits. Fixer Bestandteil ist das wöchentlich stattfindende Büroturnen, an dem sich sowohl MitarbeiterInnen als auch KlientInnen beteiligen. In einer neuen Werkstätte kann ein Therapieraum zugleich als Fitnessraum genützt werden und im neuen Bistro im Hauptgebäude am Rudolfsbahngürtel in Klagenfurt sollen künftig verstärkt gesunde Imbisse angeboten.
Mit der Gebietskrankenkasse Kärnten wurde eine Charta für betriebliche Gesundheitsförderung unterzeichnet. Die Genehmigung des Projekts durch den Fonds Gesundes Österreich ist für August in Aussicht genommen. Österreichweit einzigartig ist der integrative Aspekt des Projektes zur betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF). Derzeit findet ein interner Wettbewerb statt, mit dem ein geeigneter Name für das BGF-Projekt gefunden werden soll. Die drei besten Ideen werden im September mit Einkaufsgutscheinen prämiert. Im nächsten Schritt wird eine Bedürfniserhebung unter den MitarbeiterInnen und KundInnen stattfinden, um die Angebote regional bedürfnisgerecht entwickeln zu können. Angesichts der dezentralen Struktur sieht autArK die größte Herausforderung darin, die BGF-Angebote angemessen auf alle 14 Standorte in Kärnten ‚zu verteilen'.

Lesen Sie mehr zu mitarbeiterbezogenen Maßnahmen, Aktivitäten im betrieblichen Umfeld und gemeinnütziges Engagement im Unternehmensbericht zum Download.

 

MitarbeiterInnen:
164
Gründungsjahr:
1997

KONTAKT

Ansprechpartner:
Andreas Jesse
Rudolfsbahngürtel 2
A-9020 Klagenfurt
www.autark.co.at

<-] Zurück zur Übersicht

Verantwortung zeigen! Netzwerk | STRASSER & STRASSER | Mail: kontakt(at)verantwortung-zeigen.at | Tel.: +43(0)463|507755-0
VZ! finanziert sich über die Beiträge der Netzwerkunternehmen und arbeitet ohne öffentliche Mittel. Ein Danke allen, die mit dabei sind!