VZ Thementag | Influence me | 11. Juli 2019 | St. Anna am Aigen

Digitalisierung, neue Medien und gesellschaftlicher Wandel beeinflussen Unternehmen in vielerlei Hinsicht und in hoher Geschwindigkeit. Marketing, Kommunikation und Jobprofile sind massiven Veränderungen ausgesetzt. Speziell junge Menschen erwarten aus der Zusammenarbeit neue Impulse und neue Wege. Spannende Impulsvorträge, tiefgründige Diskussionen und Meinungsaustausch auf hohem Niveau - das war der Thementag am 11. Juli 2019 in St. Ann am Aigen... Eine ausführliche Zusammenfassung finden Sie am Schluß!
 

                  Hier geht es zu den Fotos zum VZ Thementag 2019


"Die Jugend hat kein Ideal, kan Sinn für wohre Werte. Den jungen Leuten geht's zu gut, sie kennen keine Härte! So reden de, de nur in ... kreilen, Schmiergeld nehman, packeln tan. Noch an Skandal dann pensioniert wer'n, kurz: a echtes Vurbüld san..." so besingt 1975 Wolfgang Ambros seinen Gemütszustand und die Beobachtungen wie er die Umwelt wahrnimmt. 50 Jahre nach der Entstehung dieses Liedtextes diskutieren wir erstaunlicherweise mit dem selben Ansatz. Welche Werte können wir speziell am Arbeitsplatz den Jugendlichen mitgeben? Können wir Vorbilder sein und wie sehen uns die jungen ArbeitnehmerInnen? Von der Suche bis zum tatsächlichen Arbeiten. Vom Jobangebot bis dessen Besetzung. Eine neue Generation drängt auf den Arbeitsmarkt. Unternehmen müssen reagieren. Im Mittelpunkt des Tages stand die Perspektive junger Menschen und deren Erwartungen an Unternehmen, es braucht neue Wege.

Interessante Aspekte wurden zum Thema Marketing, Kommunikation, Arbeitsplatz und Werte vorgetragen.

Nach einer launigen Eröffnung und einem herzlichen Willkommen durch den Bürgermeister Johannes Weidinger der Gemeinde St. Anna am Aigen leitet Iris Straßer zum diesjährigen Thema des VZ Thementags „Influence me“ über. Alle Teilnehmer eint, etwas in diesem Land bewegen zu wollen. Verantwortung zeigen! ist stolz darauf so viel geballtes Know how im Netzwerk zu haben. Der anwesenden Führungskreis wurde zum Dialog eingeladen und spannende Erfahrungen aus ihrer täglichen Arbeit einzubringen.

So erläuterte Valentin Unterkircher, Head of Marketing & Communications, Jacques Lemans wie Influencer und soziale Medien das Bild von Marketing heute prägen. Durchaus selbstkritisch blickt er auf einen Lernprozess im Umgang mit den sozialen Medien und den Wandel den das Unternehmen, die Mitarbeiter, die Kunden und er selbst durchlaufen und das im Eiltempo.

Im Eiltempo beschreibt dann auch schon der nächste Vortragende Programmchef von Antenne Kärnten, Timm Bodner, wie Kommunikation im Radio funktioniert. Kommunikation ist sternförmig, bildhaft und in Echtzeit. Mehrere Gesprächsebenen werden von den Jugendlichen gleichzeitig bedient und wie kann ein Unternehmen damit Schritt halten. Doch nicht nur das. Wie kann ein Unternehmen wie die Antenne Kärnten, Mitspieler in dieser Kommunikationsebene sein und gleichzeitig einen Weg finden und sicherstellen, dass die Qualität der Information nicht leidet und sich trotzdem der vom jungen Publikum erwarteten Geschwindigkeit, anpasst.

Doch etwas was nach außen kommuniziert werden will und soll, sollte natürlich auch intern kommuniziert und abgebildet werden und das am Besten bevor es die eigenen Mitarbeiter in den Medien lesen, weiß Katrin Pucher, Vice President & Unternehmensprecherin der KNAPP AG zu berichten. "Qualität ist einer unserer größten Ansprüche und das spiegelt sich nicht nur in unseren Produkten und im Umgang mit unseren Kunden wider, sondern auch in unserer Kommunikation". Die interne Kommunikation ist um einige Facetten reicher und tiefgründiger und so entwickelte KNAPP AG ein neues Intranet um den Dialog auf Augenhöhe zwischen Vorständen und Mitarbeitern zu gewährleisten.

Wie human ist die Erwartungshaltung bezogen auf den Arbeitsplatz in der Humanmedizin? Ist der Trend von Work-Life-Balance mit den Anforderungen eines Arbeitsplatz des Mediziners oder einer Pflegekraft kompatibel? Geht "Arztsein" überhaupt in einer streng geregelten 40 Stunden Woche? Diese und viele andere spannende Fragen versucht Ernst Benischke, Geschäftsführer und ärztlicher Leiter des Deutsch Ordens Krankenhaus Friesach in seinem Vortrag zu beantworten und zeigt gleichzeitig neue Wege auf, wie die Suche nach medizinisches Fachpersonal heute funktioniert.

Einen sicheren Job bis zur Pensionierung, gutes Gehalt, geregelte Arbeitszeit. Waren diese Attribute bis vor ein paar Jahren noch ausschlaggebend für die Jobwahl, scheinen sie für die jetzige Generantion auf den ersten Blick nicht mehr so von Bedeutung zu sein, berichtet Ines Wutti der Stadt Villach. Viel wichtiger für die jungen Menschen ist es im ersten Schritt zu wissen, welchen Inhalt hat die ausgeschriebene Position oder Arbeit. Hier geht die Stadt Villach neue Wege und lässt für Jobausschreibungen eigene MitarbeiterInnen in Kurzvideos zu Wort kommen um ihren Arbeitsplatz und ihr Tun zu beschreiben.

Doch wie wichtig ist die Identität eines Unternehmens und sein Wesenszweck, um in dieser schnelllebigen Welt unseren jungen Menschen noch richtige Werte zu vermitteln? "Sehr wichtig", meint Thomas Spann, Geschäftsführer der Kleinen Zeitung Steiermark. Die Beständigkeit und die Identifizierung mit klar definitieren Werten gibt uns erst die Möglichkeit in einer Zeit die überlagert von Informationsflut ist, den richtigen Weg für unsere Leser und Mitarbeiter
zu gehen. Diese Wesenszweck versuchen wir für uns nutzen und haben uns klar positioniert. Wir sind in unserer Kommunikation "driven by purpose" und das macht uns stark.

Doch es wurde nicht nur den Impulsvorträgen mit Spannung und großem Interesse gelauscht alle Teilnehmer teilten sich nach den Vorträgen in 4 Themengruppen auf um gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten und Möglichkeiten darzustellen. So müssen Werte klar definiert werden und zu 100% seitens der Führungsebene mitgetragen und vorgelebt werden. In der Kommunikationsgruppe wurden Schlagwörter wie Transparenz, Vertrauen und Authenzität näher beleuchtet. Für den Arbeitsplatz wurde als ein Beispiel ein Mentoringprogramm vorgeschlagen, dass eine "win-win-Situation" abbilden könnte und damit alten Veraltensmustern wie "das haben wir immer schon gemacht" den Wind aus den Segeln nimmt. Seine Basis durch neue Module ergänzen und gemeinsam erarbeiten, das wäre ein Ansatz wie Marketing auch in Zukunft funktioniert.

Doch eines ist ganz klar als gemeinsamer Konsens aller Teilnehmer genannt worden. "Es arbeiten Menschen mit und für Menschen und das ist gut so!"

Nach getaner Arbeit und vielen Gesprächen mitten in den Weinbergen, durfte natürlich auch vom köstlichen Traubensaft gekostet werden. Daher gab es auf Einladung der Gemeinde St. Anna am Aigen einen schönen Abschluss mit Weinverkostung in der Gesamtsteirischen Vinothek.

Zusammenfassung der Vorträge (pdf)


 

Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für den intensiven gemeinsamen Tag, besonders den Impulsreferenten für ihre wertvollen Beiträge.

Wir freuen uns auf die kooperative Fortsetzung der Diskussion.
 

 
Verantwortung zeigen! Netzwerk | STRASSER & STRASSER | Mail: kontakt(at)verantwortung-zeigen.at | Tel.: +43(0)463|507755-0
VZ! finanziert sich über die Beiträge der Netzwerkunternehmen und arbeitet ohne öffentliche Mittel. Ein Danke allen, die mit dabei sind!