Rückblick | Impulsnachmittag | Generationenmanagement | 02.07.2018

Mentorenprogramme und viele weitere Maßnahmen, durch die junge Menschen in Unternehmen gut ankommen können und Jung und Alt in der täglichen Zusammenarbeit voneinander profitieren können - darüber konnten sich Führungskräfte am 2. Juli 2018 beim VZ Impulsnachmittag in den Räumlichkeiten des Landes Kärnten austauschen.
 

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Gelungenes Generationenmanagement ist ein wesentlicher Baustein für den Erfolg des Unternehmens, stellte Anna Moser, in der Kärntner Landesregierung verantwortlich für das Thema ältere Beschäftigte und Gastgeberin des Nachmittags gleich zu Beginn klar. Die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern habe natürliche Schwankungen, die in der Führung auszugleichen seien. Es sind nicht automatisch ältere Beschäftigte weniger leistungsfähig als Junge, hob sie hervor und unterstrich auch die Selbstverantwortung der Mitarbeitenden. „Gesundheit kennt kein Alter“, so Moser.

Ein Projekt, das über die Abteilung gemeinsam mit dem Verantwortung zeigen! Netzwerk ab Herbst in eine neue Runde geht, ist das überbetriebliche Mentoring namens „Genial die Lehre meistern“. Jugendliche, die über ausgewählte Schulen zur Teilnahme empfohlen werden, erhalten für ein Jahr einen Mentor oder eine Mentorin aus der Wirtschaft zur Seite, die in der Phase des Berufseinstiegs unterstütz und hilft, so manche Hürde zu meistern. „Junge Menschen, die im familiären Umfeld diesen Rückhalt nicht haben, drohen gerade in der Zeit des Berufseinstiegs leicht herauszurutschen“, so Iris Straßer vom Netzwerk Verantwortung zeigen! „Wenn diese jungen Menschen, die aber oft über viel Potential verfügen, einen Mentor an der Seite haben, kommen Sie über so manchen Stolperstein leicht hinweg und können ihre Talente gut entfalten“. Anmeldung für Mentoren ist ab sofort im Netzwerkbüro unter 0463/507755-0 oder per Mail möglich, Start zum Mentoring ist im Herbst 2018.

Mehrere Impulsstatements boten in der Folge des Nachmittags interessante Einblicke in betriebliche Aktivitäten. Bei Infineon, so berichtete Sigrun Alten, Diversitätsmanagerin bei Infineon Technologies Austria, werde das Thema seit mehreren Jahren über eine interne Arbeitsgruppe entlang verschiedener Themenbereiche bearbeitet. Diversitätsaspekte, demografischer Wandel mit dem damit verbundenen Wissenstransfer an die nächste Mitarbeitergeneration, die Schulung der Führungskräfte und zahlreiche Initiativen zur Gesundheitsförderung bis hin zu Lernpatenschaften für Lehrlinge reicht das Spektrum der Aktivitäten. Angesichts der aktuellen Entwicklung des Standortes in Villach sei es umso relevanter, sich proaktiv für Mitarbeiternachwuchs stark zu machen und hier zu investieren, so Alten.

Eine ähnliche Darstellung schloss Karin Kersche, stv. Pflegedirektorin der KABEG und für Personalentwicklung zuständig an. Auch in Gesundheit und Pflege ist die Verfügbarkeit von Fachkräften DAS Zukunftsthema. Auch daher bietet die KABEG verschiedene Karriereprogramme für alle Altersgruppen und maßgeschneiderte Einstiegsprogramme bis hin zu Welcome-Packages nach Karenz oder Langzeitkrankenständen an.

25 Lehrlinge pro Jahr werden in der Kostwein Gruppe ausgebildet. „Dass wir im Haus unsere jungen Leute ausbilden, ist uns von großer Bedeutung“, so Ulrike Schrott-Kostwein, Chefin des erfolgreichen Familienunternehmens, das jüngst den Exportpreis gewonnen hat. Sie weist auf die Bedeutung der sorgfältigen Gestaltung des Einstieg hin, der mit einem mehrstufigen Auswahlverfahren, verpflichtenden Schnuppertagen und mit der starken Einbindung der Eltern in der ersten Phase bei Kostwein bewährt und auf höchstem Niveau vonstattengeht. „Es bewerben sich mehr als 100 junge Menschen jedes Jahr bei uns, der Erfolg gibt uns Recht. Bei uns ist man auch gleich herinnen“, lacht Schrott-Kostwein und spricht auf die Firmenkultur an.

In St. Andrä werden für viele Betriebe Lehrlinge gerade in der ersten Phase der Lehrausbildung ausgebildet. Der Leiter der Technischen Akademie Manfred Stippich, spannte in seinem Impulsbeitrag den Bogen von den Lehrinhalten bis hin zur Bedeutung der engen Verbindung der Erstausbildung in der Lehrwerkstätte und den Ausbildnern in den Betrieben und mit den Eltern. Auch auf die Verbindung zwischen der überbetrieblichen Lehrausbildung und der Qualifizierung im Auftrag des AMS für junge Menschen, die erst in Unternehmen einsteigen werden und auf das hohe Innovationspotential Jugendlicher wies Stippich hin.

Ines Wutti von der Personalabteilung des Magistrat Villach berichtete von der Lehrausbildung in der Stadt Villach, in der Jugendliche regelmäßig für den Arbeitsmarkt qualifiziert werden. Dies in einem mittlerweile sehr bewährten Programm, das mit einer Challenge der Ausbildungstandems beginnt bis hin zur Abschlusspräsentation vor Repräsentanten der Stadt, allen voran vor dem Bürgermeister. Auch mit einem Quermentoring für Junge Führungskräfte und der Etablierung von Wissensmanagement befasst sich die Stadt Villach, so Wutti.

Die abschließende Diskussion im Führungskräftekreis zeigt die vielen Wege und Puzzlesteine auf, die für ein gelingendes Generationenmanagement von Bedeutung sind. Die Art und Weise muss zum jeweiligen Unternehmen passen, ist aber jedenfalls bewusst zu managen. Sonst geht zu viel Energie verloren und das kostet Unternehmen richtig Geld. Insofern lohnt sich die Auseinandersetzung jedenfalls – und der regelmäßige Austausch ebenfalls.



Folgende Unternehmen und Organisationen waren beim Impulsnachmittag dabei: AMS Kärnten, AQ Solutions, autArK, BKS Bank, Fachberufsschule 2 Villach, Infineon Technologies Austria, KABEG, Katholische Aktion, Kärntner Sparkasse, KELAG, Kindernest, Kostwein, Maschinenring, Neustart, PMS Elektro- und Automationstechnik, Polytechnische Schule Völkermarkt, Stadt Villach, Technische Akademie, Villacher Brauerei und WK Kärnten





Wir danken allen Impulsgebern herzlich für ihre Beiträge und besonders dem Land Kärnten für die wertschätzende Gastgeberschaft!

 



 
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