28. Adventfenster | IV Kärnten und Kärntner Industriebetriebe & Caritas Kärnten

Ein Kulturausflug mit Mehrwert

Im Lerncafe der Caritas in Villach werden 34 Kinder und Jugendliche jeden Nachmittag beim Aufgaben machen, beim Lernen und bei Freizeitaktivitäten unterstützt. Die Leiterin der Einrichtung Isabella Lobnig und ihre Kolleginnen werden dabei von 41 Lernhelferinnen und Lernhelfern und Vorlesepaten unterstütz. Wenn möglich ist es dem Team der Caritas auch ein Anliegen, den Kindern zusätzlich kulturelle und kreative Impulse auf ihren Lebensweg mitzugeben. So stand für den diesjährigen Verantwortung zeigen! Adventkalender der Wunsch nach einem Besuch des Klagenfurter Stadttheaters oben auf der Liste.

Diesen Wunsch hat Wolfgang Pucher von der Industriellenvereinigung gemeinsam mit den fünf Kärntner Industriebetrieben Infineon, Kelag, Fleischmann & Petschnig , Treibacher und Meßfeld möglich gemacht; und dies in einer besonderen Art. Genannte Industriebetriebe haben vor eineinhalb Jahren junge Flüchtlinge als Lehrlinge aufgenommen, die über die Diakonie begleitend betreut und in den Bereichen Mechatronik, Maschenbautechniker, Elektrotechnik, aber auch Koch und Dachdecker/Spengler ausgebildet werden. Diese jungen Männer haben den Berufsstart geschafft und nützen ihre Chance mit voller Kraft. Und genau diese Lehrlingsrunde hat die Kinder des Lerncafe auf die Exkursion ins Stadttheater Klagenfurt begleitet.

Treffpunkt war im Lerncafe in Villach; zuerst gab es ein Kennenlernen und die Lehrlinge berichteten von ihrer Ausbildung und davon, welche Chance sie bekommen haben. „Ohne Beruf bist du nichts in Österreich. Mit der Lehre hab ich dann was in der Hand und kann in ganz Österreich und Europa arbeiten. Sucht euch gut aus, was ihr lernen wollt. Wichtig ist nicht das Geld, wichtig ist, was du machst in deinem Beruf und ob es dir gefällt“, berichtet Hamayon Hamidi, der Dachdecker bei der Firma Fleischmann & Petschnig mit sichtlicher Begeisterung lernt.

Und er setzt gleich fort: „Und alles was du machst, musst du fertig machen.“ Worte, die die Kinder und Jugendlichen mit großen Ohren hören, stehen einige doch schon bald vor der Entscheidung des Berufseinstiegs. Natürlich interessiert die Kinder auch, ob die Lehrlinge auch Schularbeiten haben und ob sie sich aussuchen können, was sie arbeiten. Offen geben die Lehrlinge Auskunft, der Stolz auf ihre Ausbildung ist ihnen anzusehen, „auch wenn es nicht immer einfach ist“.

Aber dann geht es gemeinsam mit einem 50-Sitzer auf Nach Klagenfurt. Dort begleitet Verena Schellander von Stadttheater Klagenfurt die große Gruppe mit viel Engagement und Einfühlungsvermögen durch das Haus, das backstage noch einmal durch eine größere Dimension besticht. Vom Zuschauerraum über die große Bühne, auf der gerade das Bühnenbild für Don Giovanni aufgebaut wird. Dann in die Tischlerei im Keller bis zum Malersaal im obersten Geschoß, durch die Schneiderei, in der pro Jahr 1000 Kostüme geschneidert werden, durch die Gänge in denen Köpfe mit Echthaarperücken für die Schauspieler stehen. Alles sehr eindrucksvoll.

Nachdem die junge Truppe und ihre Begleiterinnen und Begleiter dann eine Stärkung brauchen, gibt es zum Abschluss Marillenkuchen, Krapfen und Kakao in der Theaterkantine. Mit wechselseitigem Dank schließt der Nachmittag als es bereits dunkel ist, vor dem Theater und alle nehmen neue  Eindrücke in ihre Welt mit zurück, die Kinder eine mögliche Berufsperspektive ins Lerncafe und die Lehrlinge auf ihren weiteren Ausbildungsweg.

 

Hier geht´s zum Online-Album:

    • Den Bericht unseres Medienpartners Kleine Zeitung finden Sie hier
    • Unseren Bericht in der WOCHE Online finden Sie hier

    Verfolgen Sie die aktuellen Projekte über das Kleine Zeitung online Themenspezial:



    Sie finden alle Projekte auch im Online-Bericht der WOCHE Kärnten sowie auf unserer Facebook-Seite:
     





    Verantwortung zeigen! Netzwerk | STRASSER & STRASSER | Mail: kontakt(at)verantwortung-zeigen.at | Tel.: +43(0)463|507755-0
    VZ! finanziert sich über die Beiträge der Netzwerkunternehmen und arbeitet ohne öffentliche Mittel. Ein Danke allen, die mit dabei sind!