19. Adventfenster | Casino Velden & Diakonie de La Tour

Das Geschenk der Langsamkeit

Es ist kaum zu glauben. Nur die Fotos, die an der Leinwand des Casineum Eindrücke von den Besuchen der Vorjahre an die Wand projizieren, lassen erkennen, dass es die Zeit vergeht und es wohl schon viele Begegnungen im Rahmen des Verantwortung zeigen! Adventkalenders  gegeben hat. Tatsächlich lädt die Führungscrew des Casino Velden um Othmar Resch schon seit dem Jahr 2010 die Menschen mit Beeinträchtigung der Werkstätte „Meierei“ der Diakonie de La Tour aus Treffen alljährlich dazu ein, den Beginn des Veldener Advent miteinander zu verbringen.

Auch heuer gibt es ein buntes Programm: eine Pferdekutschenfahrt, eine Runde am Riesenrad, der Bummel durch den vorweihnachtlichen Christkindlmarkt in Velden. Am Wichtigsten ist aber der gemeinsame Abschluss des Nachmittags abends im Casino, wo alljährlich der Chefkoch Marcel Vanic höchstpersönlich überlange Sacherwürsteln mit viel Kren und Senf serviert. Seit Jahren gehören für die Besucher von der Meierei die Würsteln zum Advent wie der Christbaum zu Weihnachten.

„Es ist wirklich etwas besonderes, wenn wir hier so um den Tisch sitzen dürfen. Die Herzlichkeit hier, es ist ein Miteinander wirklich auf Augenhöhe, das lässt sich kaum beschreiben. Über die Jahre ist eine solche Vertrautheit gewachsen, die unseren Klienten große Sicherheit gibt und viel Kraft frei macht. Auf den ersten Blick hat das Führungsteam des Casinos mit uns so gar nichts zu tun und doch sind wir so verbunden. Sie lassen uns merken, dass alle Menschen Menschen sind und dass wir von Herzen willkommen sind“, spricht Michael Puck, der Leiter der Meierei auch für seine Schützlinge.

Für den langjährigen Direktor des Casino Velden Othmar Resch und seine Kollegen hat der Nachmittag genauso Bedeutung: „Für uns ist es eine besondere Unterbrechung unseres Alltags, ein Heraus aus unserer Maschinerie, die uns etwas langsamer macht in unserem Denken und Handeln. Gerade in dieser Zeit vor Weihnachten, wo es noch einmal schneller wird.“

„Ja, unser Geschenk ist die Langsamkeit“, lacht Michael Puck, der sich freut, mit seinen sportlichen und kreativen Klienten im kommenden Jahr wieder zum Auftakt des Advent nach Velden kommen zu dürfen. Aber wer weiß, vielleicht gibt es davor schon ein Wiedersehen.

 

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