Engagement pur – mit Iris Straßer on Tour

Was haben ein Zebra, Erdbeer-Marmelade und der ORF gemeinsam? Sie alle waren ein Teil eines der landesweiten VZ Engagementtage 2017, den ich als Begleitung von Iris Straßer erleben durfte. Hier sind meine Eindrücke von diesem wundervollen, ereignisreichen Tag:

Oh, das ist aber sehr hell hier! Ich kann kaum die Augen aufmachen, ohne geblendet zu werden. Und wenn ich blinzle, sehe ich ein Zebra. Wo bin ich denn hier? Aja, in Moosburg beim SOS Kinderdorf. Da steht auf der Pferdekoppel ein Therapie-Zebra. Nein, kein richtiges Zebra, das Pferd hat nur vergessen seinen Pyjama auszuziehen. Dabei ist es schon Nachmittag.

Und die Führungsriege der Stadtwerke Klagenfurt ist noch mitten in ihrem Schaffen. Seit den frühen Morgenstunden reparieren sie hier den Zaun der Koppel. Ein zweiter Teil der Mannschaft befindet sich hinter dem Haus 6. Dort wurden Wuchshilfen für die Beerenbüsche am „Naschhügel“ aufgestellt. Da werden bestimmt nicht nur die Kinder mal zulangen!

Für diese Arbeit braucht Mann wie Frau schon Pferdestärken, oder auch Bärenkräfte. Die haben sie sich bestimmt beim guten Mittagessen geholt. Andere Teams brauchten ja schon zu Beginn ein stärkendes Frühstück. Das bekam man im Rathaus. Natürlich gab es auch ein Gruppenfoto beim Lindwurm, bevor sich alle tatkräftig in die Projekte stürzten.

Wer sind denn eigentlich alle? Alle: das sind Angehörige der verschiedensten Unternehmen, welche sich freiwillig entschlossen haben, in den sozialen Einrichtungen Gutes zu tun. Indem sie mit den unterschiedlichsten Projekten einfach ein bisschen unter die Arme greifen, und das eben zeitgleich an vielen Stellen im Land bei den VZ Engagementtagen, bewirken sie eine ganze Menge. Und dabei ist es völlig egal, ob es Angestellte, Auszubildende oder Führungskräfte sind. Hier machen wirklich alle gerne mit.

Nach der kleinen Mahlzeit im Rathaus hab ich den Kindergarten besucht. Nein, nicht weil ich so jung bin. Wir waren mit Iris Straßer da, um zu fotografieren und zu sehen, ob alles gut läuft bei den Mitarbeitern der Diözese Gurk. Die haben bei der Wiff + Bunt Kindergruppe den Zaun mit einem Sichtschutz verkleidet. Den fertigen Zaun konnte ich nicht mehr bewundern, wir hätten sonst die Führung im Rundfunkhaus des ORF Kärnten verpasst.

Zusammen mit Klienten und Klientinnen der Lebenshilfe Kärnten und interessierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Stadt Klagenfurt haben wir die Senderäume besichtigt. Um mal zu sehen, was da so hinter den Kulissen abläuft. Aufregende Sache, so kurz vor der Bachmannpreis-Übertragung im Fernsehen.

Der Spieletag war schon längst im Gange, als wir dann an der Obdachlosentagesstätte Eggerheim der Caritas ankamen. Beim Bingo spielen war es Mucks Mäuschen still, aber vor Spannung. Bis auf das lauthalse, sichtlich vergnügte „BINGO!“ und dem gebührenden Applaus zwischendurch. Das hat vielleicht Spaß gemacht! Die Gewinne wurden übrigens von Mitarbeitern der Stadt Klagenfurt gesponsert und übergeben.

Dann ging es weiter zur bislang kaum genützten Dachterrasse, die von Leuten der Stadt Klagenfurt für das Flüchtlingsquartier der Diakonie de La Tour, mitten in der Klagenfurter Innenstadt hergezaubert – Verzeihung – hergerichtet wurde. Zum aktuellen Zeitpunkt leben hier fünf Familien aus Afghanistan, Palästina und der Ukraine zusammen. Und jetzt ist für die Kinder ein kleines Paradies entstanden, sogar mit eigenem kleinem Pool.

Schade, dass ich nicht in die glücklichen Kinderaugen schauen konnte, dafür gibt es sie hier im SOS Kinderdorf. Ich bin ja heute schon zum zweiten Mal da. Schon kurz vor Mittag haben wir die Junge Industrie Kärnten beim Strauch- und Baumschnitt überrascht. Die haben in der prallen Sonne ganz schön geschwitzt.

Genauso wie jenes Team der Stadt Klagenfurt, welches die große Gartenanlage der bfz Sozialpädagogische Zentren auf Vordermann gebracht hat. Auch hier war leider nicht sehr viel Schatten.

Die Belegschaft der Volksbank Kärnten hat in der Hitze ebenfalls ganze Arbeit geleistet. Im Garten des Hauses St. Peter der Diakonie de La Tour sollte ein Biotop angelegt werden. Mit Erdloch ausheben, Vlies auslegen, Wanne einsetzen und Becken bepflanzen, haben sie den ganzen Tag verbracht. Und für die alten Menschen, die hier wohnen, eine wunderschöne Wohlfühl-Oase geschaffen.

Zwischendurch war ein Teil der Gruppe mit der neuen Umzäunung des Hasenstalls beschäftigt. Für die Löwenmähnen-Kaninchen. Leider habe ich die erst ein paar Wochen alten Häschen nicht gesehen, aber mir wurde erzählt, dass sie sooooo süß sind! Und dass die kleinen, neuen Mitbewohner kommen, darauf freuen sich schon alle.

Gefreut haben sich auch die KlientInnen der Lebenshilfe Kärnten. Sie waren nämlich am Vormittag gemeinsam mit versierten Erdbeerpflückern der Stadt Klagenfurt im Erdbeerland und haben sage-und-schreibe 50 kg! Erdbeeren gepflückt. Diese wurden dann zu 80 Gläsern Marmelade eingekocht. Das ganze Wohnhaus in der Feldhofgasse hat nach süßen Erdbeeren geduftet, sehr lecker!

Heute habe ich lauter erschöpfte, aber zufriedene und vor allem glückliche Gesichter gesehen. Und obwohl ich nur fotografiert habe, hat mich diese Freude angesteckt. Den ganzen Tag lang hatte ich ein Grinsen im Gesicht und Freude im Herzen. Ich hoffe, dass sich noch viel mehr Menschen mit diesem gutartigen Virus anstecken. Ein herzliches Danke an alle Beteiligten: Ihr habt viel bewegt! Auch mich.

 

 

Denise Petrej

studiert Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, und durfte zum Auftakt ihres Praktikums bei VZ-Verantwortung zeigen einen Tag lang Iris Straßer bei der Arbeit begleiten.

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