Nachhaltigkeit für Jedermann und -frau

JMB Fashion Team, ausgezeichneter familien- und frauenfreundlichster Betrieb, lebt seine soziale und ökologische Verantwortung. Den Schwerpunkt Nachhaltigkeit in unserem Unternehmen gestalten wir gemeinsam mit unseren MitarbeiterInnen. Neben unserem Erfolg stehen in erster Linie soziale Aspekte wie Respekt, Anerkennung und Wertschätzung beim gemeinsamen alltäglichen Arbeiten im Vordergrund. Bereits 1991 waren wir familienfreundlichster Betrieb. Wir beschäftigen uns mit nachhaltiger Unternehmensführung seit Jahrzehnten; als das alles betriebswirtschaftlich noch nicht Thema war.

 

Verantwortung gemeinsam tragen
Unser Organigramm zeichnen wir ungern von oben nach unten, lieber von links nach rechts. Alle sind gleich wichtig und jeder Mensch trägt Verantwortung in seinem Bereich. Wir pflegen eine sorgsame Fehler-kultur. Im Begriff steckt ja bereits das Wort fehlen. So schauen wir gemeinsam nicht darauf, wer den Fehler zu verschulden hat, sondern was es braucht, um in Zukunft Fehlendes zu korrigieren. Als Führungs- kraft ist es meine Aufgabe, die Menschen gut zu führen; hin zu mehr Wachstum und Verantwortung. „Fehler-Reiterei“ bringt niemanden weiter und senkt die Motivation.

„Als Produktionsunternehmen mit Standort Österreich sind wir massiv unter Druck. Ich und meine MitarbeiterInnen sind hauptsächlich nicht wegen des Lohnes gerne in der Arbeit. Es braucht andere Werte, die hier gelebt werden und welche das JMB Fashion Team auch erfüllt. Eine anonym gewählte

Betriebssprecherin agiert als Sprachrohr der MitarbeiterInnen“ erklärt Gert Rücker. Unternehmerische Entscheidungen werden im Unternehmen immer im Team getroffen.

„In den 80er und 90er Jahren produzierten wir nur Röcke und Hosen. Wir produzierten nach dem Wasserfallprinzip mit 100 Leuten am Stück. Jede(r) MitarbeiterIn hatte einen Arbeitsschritt durchzuführen. Heute gibt es für jeden Auftrag praktische Abläufe. Zeitvorgaben bergen immer die Gefahr, automatisch Druck zu machen. Für mich ist Zeit aber etwas Relatives. Dieses Bewusstsein versuche ich meinen MitarbeiterInnen mitzugeben. Wenn die Zeit einmal knapp ist, schauen wir wiederum was fehlt und korrigieren gemeinsam“, gibt Rücker Einblick in die Betriebsroutine.

Wichtigster Wert im zwischenmenschlichen JMB-Nähkorb: „Das ich die Leute, die alles herstellen in erster Linie wertschätze. Es ist alles Energie, was da fließt und wenn diese irgendwo unterbrochen wird, dann kann sie nicht fließen und dann wird auch nichts Gescheites daraus“, Gert Rücker überzeugt.



Umwelt und Gesundheit
Für unser ökologisches Engagement sind wir GOTS-zertifiziert. Dabei handelt es sich um einen weltweit angewandten Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern. Wir legen sehr viel Wert auf die Gesundheit unserer MitarbeiterInnen und KundInnen. Nachhaltige Produktionsbedingungen erreichen wir durch Vulkanlandstrom aus Wasserkraft und Energie aus unserer Photovoltaikanlage. Wir erfüllen unsere Standards und agieren darüber hinaus. Die Frage am Gütesiegelmarkt ist immer, was braucht man wirklich? Zertifizierungen brauchen im Hintergrund gelebte Maßnahmen, Aktivität und eine stimmige Kultur.

Kosten vs. Qualität?
Viele Jahrzehnte ging es in der Wirtschaft um den Billigstbieter. In einer Region wie Feldbach könnte so der Anschein erweckt werden, dass der Mensch gar nicht so wichtig ist. Nun ist man als Unternehmen gefordert, nachhaltig zu agieren und wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Da kann sich in ländlichen Gegenden - die in Österreich häufig Standort für zahlreiche Firmen und Industrielle sind - weiter unter Druck geraten.

Der Wirkfaktor Mensch ist es aber, der die Kreation von Produkten erst möglich macht. Handwerkliche Berufe werden gesellschaftlich manchmal als minder wichtig eingestuft. Dabei braucht es Beides: AkademikerInnen und FacharbeiterInnen. Durch die Diversität in der Ausbildung schafft man auch Großes im Unternehmen. Wir bauen auf unsere Vielseitigkeit und Regionalität, frei nach dem Motto Handgemacht im steirischen Vulkanland.

 „Das Lieblingsstück im Schrank ist das Produkt unserer Gemeinschaft“

 

Erarbeitet von Katja Juri und Patricia Puhar

Februar 2017



Wir danken Dr. Caroline Weberhofer vom Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaften für die Zusammenarbeit!





 
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